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chaim be tikva poster

Die symphonische Suite CHAIM BE TIKVA ist das erste Projekt des Vereins. Es ist den Opfern der Schoah sowie Sir Nicholas Winton gewidmet, der kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges 669 tschechische jüdische Kinder rettete. Es erinnert auch an das dunkelste Kapitel der jüdischen Geschichte, den 2. Weltkrieg und an die Vernichtung von 6 Millionen Leben.

Die Symphonie des Komponisten Jaromír Vogel besteht aus 4 Sätzen. Die einzelnen Teile sind durch Intermezzos verbunden, die Motive der Komposition verarbeiten, und werden von einem Kinderquartett in Verbindung mit einem virtuosen Trio präsentiert.

Das Lamento des geahnten Schreckens zieht sich durch den gesamten ersten Satz "Das Leben mit dem Davidstern". Menschen, die zuvor ein normales zufriedenes Leben geführt hatten, wurden gezwungen, sich den erniedrigenden Nürnberger Gesetzen zu unterwerfen, ihrer Menschenrechte beraubt und mussten unter Drohung der Todesstrafe den Davidstern auf ihrer Brust tragen.

Der zweite Teil "Im Ghetto" beschreibt die Deportation der Juden in die Ghettos. Dort versuchten die Menschen trotz ständiger Todesangst ihre kulturelle Würde zu erhalten. In diesem Satz erklingen daher das oben erwähnte Motiv der wehklagenden Mütter sowie eine Kindermelodie.

"Der Transport", der dritte Satz, ist eine Erinnerung an die Heimat, die hier durch das Motiv von Klezmergeigen wachgerufen wird. Der Satz endet mit einem Trauermarsch.

Der vierte Satz der Suite "Hoffnung” ("Hatikva" auf Hebräisch – ebenfalls der Name der israelischen Nationalhymne) ist stark beeinflusst von der europäischen und tschechischen Volksmusik und vor allen Dingen bekannt durch die geniale Verarbeitung in der symphonischen Dichtung "Die Moldau" im Zyklus "Mein Vaterland" von Bedřich Smetana. Der Autor wollte sein Werk nicht tragisch enden lassen und verflocht daher dieses Thema in den Schlussteil. Das Finale ist somit optimistisch und findet seinen Höhepunkt im Halleluja des Engelchors.

Das ganze Werk ist komponiert für großes symphonisches Orchester, Chor, Kinderchor, Kinderquartett und Trio. Durch die Teilnahme der Kinder möchte der Komponist Erinnerungen der Überlebenden an den Aufenthalt in Theresienstadt wachrufen. Daher soll der Kinderchor bescheiden wirken und nicht "künstlerisch".

Eine große Ehre ist uns die moralische Unterstützung von Arnošt Lustig für dieses Projekt. Außerdem haben Tomáš Töpfer, Milan Hein, Jiří Hošek, Marina Kantor, Jaroslav Svěcený und eine Reihe weiterer ausländischer Künstler ihre Zusammenarbeit zugesagt.

Finanzielle Unterstützung gewährte als Erstes der Deutsch-Tschechische Zukunftsfond. Da unser Verein gemeinnützig ist, sind wir auf Hilfe von außen angewiesen und für jeden Beitrag zur Realisierung des Projekts "Chaim Be Tikva" dankbar. Benutzen Sie hierzu bitte die Bankverbindung des Vereins:

ČSOB Česká poštovní banka
Moravská 9, 120 00 Praha 2
BIC: CEKOCZPP
IBAN: CZ82 0300 0000 0002 3930 1104

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